Fehlende Konsequenz
25. Juli 2011 um 7:58 nachmittags | Veröffentlicht in Spitzfindigkeiten & Befindlichkeiten | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Doping, Radsport, Schwimmen, TV-Übertragung
Ich vermisse bei den Sportverantwortlichen respektive der Intendanz der öffentlich-rechtlichen Sender Konsequenz. Da wurde nach mehreren prominenten Dopingfällen im Radsport 2008 der Ausstieg aus der Live-Berichterstattung der Tour de France und auch der neuerliche Ausstieg nach Ablauf des jetzigen Vertrages mit der Aso mit dem Doping-Image des Sports begründet. Insbesondere die sinkenden Quoten der langen Übertragungen scheinen dabei die Entscheidung erleichtert zu haben. Seltsam ist jedoch, dass ein ähnliches Statement zur aktuellen Schwimm-Weltmeisterschaft von Seiten der öffentlich-rechtlichen Sender nicht zu vernehmen war, obwohl ein stark dopingverdächtiger Schwimmer nicht nur starten, sondern auch gewinnen darf. Okay, im Becken sind vielleicht mehr sportliche Erfolgsmeldungen und damit Quote zu erwarten, als es bei der diesjährigen Tour aus deutscher Sicht der Fall war. Aber Konsequenz, Konsequenz sieht anders aus.
rezension #2 Slaughter, Karin: Belladonna
21. Juli 2011 um 8:18 nachmittags | Veröffentlicht in Rezension | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Buchrezension, Krimi, Thriller
Die Story:
In diesem Thriller vergeht sich ein grausamer Sexualtäter an mehreren Frauen, wobei er ihnen eine Droge namens ‘Belladonna’ verabreicht, die zum einen schmerzlindernd wirkt, zum anderen aber auch zu temporärer Blindheit bzw. Halluzinationen führt, sodass auch ein rechtzeitig aufgefundenes Opfer sich nicht an den Täter erinnern kann. Zusätzliche Brisanz ensteht durch das angespannte Verhältnis des Ermittlers und der Pathologin, die vor einiger Zeit verheiratet waren.
Die Spannung:
Auch wenn auf der Rückseite der deutschen Paperback-Ausgabe von 2006 davor gewarnt wird, dieses Buch allein und nachts zu lesen, gibt es sicherlich spannenders Geschichten. Was man dem Buch jedoch zugute halten muss, ist, dass das Ende nicht künstlich aufgebauscht und unnötig dramatisiert wird.
Die Kritik:
Die Übersetzung ist an einigen Stellen holprig. Auch wenn mir das englische Original nicht vorlag, würde ich vermuten, dass Geschwindigkeitsangaben einheitlich verwendet wurden. Außerdem hat man an einigen Stellen das Gefühl, dass ab und an bei den Ermittlungen eine Richtung eingeschlagen wird, die erst durch die Ermittlungsergebnisse gerechtfertigt werden. So fährt bspw. der Ermittler Jeffrey Tolliver nach Atlanta um einen 12 Jahre zurückliegenden Vergewaltigungsfall an seiner Ex-Frau zu untersuchen, wobei der damalige Täter schon durch ein einfaches Telefonat hätte ausgeschlossen werden können, nur dass sich dann im Verhör tatsächlich die Spur zu einem weiteren Tatverdächtigen auftut.
Insgesamt ist ‘Belladonna’ aber einer der besseren Thriller.
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